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Alles hat ein Ende, auch das Strickwerk. Wie Du italienisch abkettest und etwas Abwechslung in Dein Stricken bringst, zeigen wir Dir hier:

Eins direkt vorweg, der Vorteil vom italienischen Abketten ist, dass die Abschlusskante besonders elastisch wird.  Somit ist diese Art des Abkettens bestens für Halsblenden, Rollkragen und alle Arten nachträglich angebrachter Bündchen geeignet. Das Ergebnis sieht außerdem zumeist sehr professionell aus, da sich bei dieser Methode auf der oberen Kante eine schöne und runde Masche bildet, die den sonst typischen Rand des Handstrickens ersetzt. Diese besondere Kante entsteht nicht zuletzt durch die Verwendung einer dicken und stumpfen Sticknadel. Eigentlich kommt das italienische Abketten also einem Abnähen gleich.

Du arbeitest zum Abketten auf der rechten Seite. Schneide zunächst den Faden, mit dem Du gestrickt hast ab. Dieser sollte mindestens drei Mal so lang sein wie das gesamte Strickwerk, das Du abketten möchtest. Doch bevor es los gehen kann, musst Du die Maschen zunächst noch vorbereiten.

Italienisch Abketten – So geht’s!

Stricke in den letzten beiden Reihen (Hin- und Rückreihe) die rechten Maschen rechts und heben die linken Maschen links ab, sodass der Faden dabei vor der linken abgehobenen Masche entlang geführt wird. Diese beiden Reihen solltest Du mit einer halben Nadelstärke arbeiten, bei besonders dicken Garnen sogar einer ganzen Nadelstärke dünner. Nun wird erst mit dem eigentlichen Abnehmen begonnen. Führe dazu die Stricknadel von rechts nach links durch die Randmasche und sofern danach noch eine rechte Masche folgt, auch noch durch diese. Lasse eine bzw. zwei Maschen von der Nadel gleiten und ziehe den Faden fest an. Nun wird immer paarweise abgekettet, beginnend mit einer linken Masche. Durch die erste, sich auf der Nadel befindende linke Masche ziehst Du den Faden von links nach rechts durch und fest an. Lasse die Masche noch auf der linken Nadel. Nun führe die Stricknadel von rechts nach links durch die Mitte der vorherigen Masche, welche sich nicht mehr auf der Nadel befindet, durch. Gleichzeitig führst Du die Nadel durch die zweite Masche auf der Nadel, ebenfalls eine rechte Masche, hindurch und ziehst den Faden fest an. Lasse die Masche immer noch auf der linken Nadel. Danach führst Du den Faden von rechts nach links durch die erste linke Masche auf der Nadel und ziehst diesen fest an. Lasse zwei Maschen, eine linke und eine rechte, von der Nadel gleiten. Diese Schritte wiederholst Du solange ständig bis alle Maschen abgekettet sind.

In Rundstrickwerken funktioniert das Abketten nach italienischer Art etwas anders. Auch hier müssen zunächst die letzten beiden Runden mit abgehobener Masche gestrickt werden. In der ersten Runde strickst Du die Maschen rechts und hebst  die linken Maschen links ab. Der Faden muss dabei vor der Arbeit liegen. Stricke in der zweiten Runde die Maschen links und hebe die rechten Maschen rechts ab, sodass der Faden dann hinter der Arbeit liegt. Kette dann erneut paarweise ab, wie oben beschrieben. Vor dem Vernähen musst Du jedoch den Faden mit der ersten Masche verbinden. Noch ein Tipp zum Schluss: Die besonders Kante des italienischen Abkettens ist auch gut als schmückendes Element zu nutzen. Wenn Du einzelne Arbeitsschritte beispielsweise in Kontrastfarben ausführst, wird die Kante besonders betont und ihr Strickwerk wird zum ausgefallenen Hingucker. Auch wenn Du glatt recht gestrickt hast, kannst Du italienisch abketten. Stricke dazu zunächst wie oben bereits beschrieben zwei Reihen und hebe im Wechsel je eine Masche links und rechts ab. Wiederhole dann das Abketten bis alle Maschen abgekettet sind.

Bildquelle: LANA GROSSA

 

 

Copyright/Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Lana Grossa GmbH.